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Das muss das medizinische Personal bei einem Unfall wissen

  • Unfälle geschehen unvorhergesehen. Wer mit den körperlichen Herausforderungen von Diabetes lebt, sollte sich jedoch auf den Fall eines Unglücks vorbereiten und wichtige Informationen hinterlegen, um unnötige Komplikationen zu verhindern.

    Menschen, die schon längere Zeit mit Diabetes Typ 1 leben, kennen ihren Insulinbedarf in der Regel sehr gut und können diesen auch in Stresssituationen gut verwalten. Doch bei einem Unfall ist das oft erschwert oder gar nicht möglich. Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung, denn das medizinische Personal muss in diesem Fall die Steuerung des Insulinbedarfs spontan übernehmen. Je präziser die zur Verfügung gestellten Informationen sind, desto besser. Wichtige Daten sind die Basalrate, der Korrekturfaktor sowie die Einheit pro Kohlenhydrate und der Korrekturfaktor von Zucker auf den Blutzuckerwert.

    Automatisierte Therapiesysteme unterstützen

    Steht eine Operation bevor, muss das OP-Team genau wissen, wieviel Insulin der Körper während der OP braucht - also wie hoch die Basalrate sein muss, während der Patient auf dem Operationstisch liegt. Ein automatisiertes Insulinabgabesystem, das der Träger schon länger verwendet, wird automatisch die übliche Basalrate ausschütten. Das reicht aber unter Umständen nicht. Steht der Körper nach einem Unfall unter Stress, kann der Insulinbedarf deutlich höher ausfallen.

    Dauert die Operation länger, korrigieren die Ärzte den Blutzuckerwert vorsichtig, basierend auf dem vom Patienten angegebenen Korrekturfaktor. Der Patient sollte mit guten Werten aus dem OP-Saal kommen. Eine Garantie gibt es allerdings nicht, denn die Blutzuckerwerte können unvorhergesehen schwanken. Ein automatisiertes Insulinabgabesystem kann helfen, diese Schwankungen auch während einer Operation auszugleichen.

    Vertrauen in das medizinische Personal setzen

    Verliert der Patient das Bewusstsein, ist es die Aufgabe der Fachpersonen, den Blutzucker engmaschig zu kontrollieren und umgehend zu korrigieren. Hier bleibt Menschen mit Typ-1-Diabetes keine andere Wahl, als zu vertrauen – im Wissen, dass sie in den Händen von medizinischen Profis sind.